Hervorgehoben

Hi!

Ja, Ihr seht richtig. Das Bild auf der Startseite ist wahrscheinlich das typischste Pärchenbild, dass in den letzten Jahren gemacht wurde. Dieses hier ist auch schon sicherlich 5 Jahre her und längst nicht mehr aktuell.

Dennoch ist es wohl das, was sich nahezu jeder irgendwann wünscht und es gibt eine unausweichliche Sache, die es braucht um den Partner „fürs Leben“ zu finden: Daten!

Aber nun erstmal zu mir. Ich bin Manni, weiblich, 93er Jahrgang und Single. Ganz ehrlich Leute, war es jemals so nervig Single zu sein? Nicht nur, dass im Alter der Ende 20er der Druck von außen wächst, weil all deine Freunde sich verloben, heiraten und Kinder kriegen (nein, das hat nichts mit Neid zu tun, ich könnte mich nicht mehr für sie freuen). Das viel größere und vor allem nervigere Problem sind die Erwartungen und Einstellungen der Leute, die man trifft. Und sicherlich auch der eigenen.

Naja, jedenfalls stellte sich bei einer Persönlichkeitsanalyse heraus, dass ich Tagebuch schreiben soll. Ich bin nicht sonderlich gut darin, meine Gedanken und Erfahrungen mit einem Buch zu teilen; das hat noch nie über meine Storys gelacht, oder mir gesagt, dass meine Reaktion scheiße war. Meine beste Freundin fand die Geschichten zwischendurch so lustig, dass sie meinte: „Hey, die musst du veröffentlichen! Das ist so skurril, das kann man nicht für sich behalten!“ Tja und wieso eigentlich nicht? Ich wette, ihr habt mindestens genau so lustige Erfahrungen gemacht und freut euch zu lesen, dass ihr nicht alleine seid.

Ihr Lieben, ich bin gespannt auf die Zeit mit euch und übrigens: Ich spreche fließend Sarkasmus, daher nehmt nicht Alles zu ernst und vor Allem niemals persönlich. 🙂

Schuhe ohne Grill

Was für eine seltsame Überschrift und was für ein komisches Bild, oder? Ihr fragt euch, was das für einen Sinn macht? Ich kann`s euch sagen: Gar keinen. Genauso viel, oder eher wenig Sinn machen für mich die Ereignisse der letzten Wochen.

Laaaaang ists her, dass ich hier von mir hören lassen habe und ein paar von euch haben auch schon gefragt, wann endlich der neue Beitrag kommt. Aber geht es euch auch so, dass ihr momentan irgendwie einfach nur ausgelaugt seid und man ungewohnt wenig Motivation hat, irgendwas zu machen? Jedenfalls muss ich gestehen, dass mir aktuell oft der Antrieb fehlt und die aktuelle Situation mir ziemlich zu schaffen macht, obwohl man ja eigentlich dadurch, dass man kaum etwas machen kann, mehr Energie haben sollte. Naja, genug gejammert.

Was ich mit den Ereignissen der letzten Wochen meinte, waren meine Dates. Ich habe mir wirklich gedacht: „Komm, von nichts kommt nichts und von viel kommt viel und daher raus mit dir, triff dich mit ein paar Männern und komm auf deine 10.000 Schritte am Tag indem du ganz viel Spazieren gehst.“ Denn bekanntlich „klingelt dein Traummann ja nicht einfach an deiner Tür und sagt: Hallo, ich bin da!“, richtig? Ich wette, so ziemlich jeder Single unter euch hat den Spruch schonmal gehört. Und ich kann euch sagen, von viel kommt vor allem (erstmal) von zwei Sachen viel: Frustration und Unverständnis!

Jedenfalls war da der eine Mann, der wirklich nett und aufmerksam war. Er war ein bisschen jünger als ich, aber benahm sich sehr reif, hatte viel Humor (sexy!) und war ziemlich klug. Äußerlich sah er gut aus, aber es hat mich jetzt nicht umgehauen. Das hat er aber auf jeden Fall mit seiner freundlichen und lockeren Art wieder wett gemacht. Jedenfalls haben wir uns getroffen um Spazieren zu gehen, wie man das halt so macht im Jahr 2021. Ich war etwas spät dran, also besorgte er schonmal ein paar Bier und wir machten uns auf den Weg. Es gibt im ersten Moment immer so zwei Arten von Dates: Mit den einen kann man total gut reden, über Gott und die Welt, gerne auch über ernste Themen, aber es wird meistens gar nicht flirty und vor allem geht es themenmäßig niemals in Richtig Sex. Und dann gibt es die, bei denen es nur um lockere Themen geht und vor Allem um das Eine.

Nennen wir ihn doch einfach F. F war einer von der ersten Sorte. Wir hatten super tolle Gespräche, es ging auch schon ziemlich in die Tiefe, wir haben uns Bilder von unseren Familien gezeigt und es war echt ein schöner Abend. Bis ich aufs Klo musste. Leute, ich sage euch; trinkt niemals Bier, wenn es keine Möglichkeit auf ein Klo in der Nähe gibt! Haha. Aber er? Hat es einfach so unglaublich cool aufgenommen, dass er mir sogar anbot, eine Freundin von ihm anzurufen, die ganz in der Nähe wohnte, damit wir da kurz pinkeln gehen. Es war wirklich entspannte Stimmung, allerdings merkte ich schon beim Date an, dass er ja echt nicht so der Chatter sei. Denn F. ist so einer von der Sorte, der niiiie am Handy ist und immer 24 Stunden braucht, bis da mal eine Antwort kommt. Einer Freundin hätte ich schon längst gesagt „Schnecke, er steht einfach nicht auf dich!“, aber ansonsten hat er halt schon super viel Interesse gezeigt. Und es ist ja schließlich auch zu dem Date gekommen und auch nach dem Date hat er Andeutungen gemacht, dass er auf jeden Fall Interesse hat. Wir haben uns auch direkt ein zweites Mal verabredet und wenn Nachrichten kamen, dann waren sie auch immer lang und total interessiert. Tja, nur kam es nie zu dem zweiten Date. Es sollte Mittwoch stattfinden und ich kann euch sagen, ich habe seit Montag nichts von ihm gehört. Heute ist Samstag. Macht das irgendeinen Sinn?

Ich hatte ja anfangs gesagt, dass von viel, viel kommt und das meinte ich auch genau so. Denn ich hatte diese Woche zwei Dates. Eigentlich. Während der erste, scheinbar aufrichtige und dann doch nicht so ehrliche Typ eine Niete war, war der zweite ein Date von der zweiten Sorte. Er machte von Anfang an klar, dass es ihm hauptsächlich um etwas Lockeres geht, da er in ein paar Monaten umziehen würde. Tja und wie ihr wisst, bin ich zwar eigentlich eher der Typ für etwas Langfristiges, aber ehrlich gesagt ist der letzte körperliche Kontakt inzwischen auch schon ziiiemlich lange her, daher dachte ich: Warum eigentlich nicht? Dafür, dass, nennen wir ihn L., nur etwas Unverbindliches wollte, war er ziemlich schreibmotiviert. Jeden Morgen bekam ich ein „Guten Morgen“ und tagsüber kamen auch immer wieder Nachrichten und Sprachnachrichten. Ich antwortete oftmals stundenlang, manchmal auch tagelang nicht um deutlich zu machen, dass es für mich okay ist, auch mal nicht zu schreiben, da es ja schließlich eher locker bleiben sollte. Die Nachrichten, die wir schrieben waren auch eher oberflächlich und viele gingen natürlich auch in die eine Richtung. Wir verabredeten uns für Freitag, also gestern (sicherlich hätte ich das Treffen abgesagt, wenn das Date mit F. gut verlaufen wäre – ich hatte wohl schon eine Vorahnung. 😉 ) und eigentlich war alles fix. Ich bestand allerdings darauf, dass wir vorher Spazieren gehen und uns erstmal draußen kennenlernen und schauen, ob die Chemie stimmt (!). Das fand er zwar nervig, aber verstand es auch und akzeptierte es. Er fragte sogar, ob er aufgrund der Ausgangssperre bei mir schlafen könne, da er dann am nächsten Morgen auch direkt in die Heimat fahren würde. Aufgrund der konkreten Pläne, die er machte, nehme ich mal an, dass er wirklich vorhatte, das Treffen einzuhalten. Was meint ihr?

Jedenfalls schrieb er mir am Morgen des Treffens auch wieder das tägliche „Guten Morgen“ und fragte, ob das Date noch stehe. Ich bejahte und wir schrieben ganz normal weiter. Ein paar Stunden nach seiner letzten Nachricht, dass das Wetter ja nicht so toll sei, kam dann folgende Nachricht: „Das kommt jetzt sicherlich richtig doof rüber, aber ich muss für heute absagen. Ich habe einfach das Gefühl, dass es zwischen uns nicht so gut vibed und daher finde ich es besser, wenn wir uns eine Enttäuschung ersparen und fahre daher deshalb heute schon in die Heimat.“ I mean…WHAT?!

Leute, ergeben diese Nachrichten oder Nicht-Nachrichten IRGENDEINEN Sinn für euch? Falls Männer unter meinen Lesern sind: Bitte erklärt es mir! Und an meine lieben Leserinnen: Was motiviert euch, weiterzumachen? Seid ihr auch manchmal kurz davor, einfach alles zu löschen und denkt dann: „Scheiß drauf, ich brauche keine Männer.“ ? Am Ende brauchen wir sie natürlich doch und sicherlich gibt es auch Frauen, die sich komisch verhalten, aber da sind wir doch wieder beim Thema Ehrlichkeit, oder? Lasst euer Gegenüber doch nicht mit so einem schlechten Gefühl zurück. Eins muss ich L. ja lassen: Immerhin hat er abgesagt. Was man von F. ja nicht behaupten kann. Was soll man dazu noch sagen? Manchmal ist es einfach frustrierend. Und ab jetzt nur noch positive Vibes an diesem wunderbaren Samstag. Schreibt gerne mal unter mein letztes Bild auf Instagram, was euch wortwörtlich „bei der Stange hält“. HAHA!

Warum macht mein Herz nicht das, was mein Kopf sagt?

Yaaay, es ist mal wieder so weit und es gibt einen neuen Beitrag von mir. Bei mir ist so viel passiert in letzter Zeit, dass ich einfach, passend zum Thema, keinen Kopf (und keine Zeit) hatte, mich groß meinem Hobby, dem Schreiben, zu widmen. Obwohl mein Herz doch unbedingt wollte. Tja, aber wem geht es nicht auch manchmal so ?

Heute geht es natürlich aber eher darum, warum das Herz eigentlich nicht das macht, was der Kopf einem in Bezug auf Dating und Liebe sagt. Würde das nicht alles viel, viel einfacher machen? Erstmal denkt man jetzt bestimmt an die Situationen, in denen wir unglücklich verliebt sind und uns einfach sagen „Warum kann ich ihn oder sie nicht einfach vergessen?!“ Aber ich habe auch die Erfahrung gemacht, dass es auch andersrum gehen kann.

Nachdem meine letzte Beziehung nicht nur positiv verlaufen ist und ich einige schlechte Erfahrungen machen musste, habe ich vor einiger Zeit einen Mann kennengelernt, der in meinen Augen einfach perfekt war. Er hat mich (im Vergleich zu meinem Exfreund) unglaublich gut behandelt, war sehr respektvoll und wertschätzend. Ich habe ihm zu 100% vertraut und dazu sah er auch einfach noch super aus. Ich wusste, er würde mir niemals absichtlich wehtun oder mich hintergehen. Ich wollte so sehr, dass es zwischen uns klappt und zunächst war auch alles gut. Die Kennenlernphase war superschön, alles schien perfekt zu sein. Auch meine Freunde waren sehr froh, mich so glücklich zu sehen und planten schon, ihn hier und dort einzuladen, auch wenn der Zeitpunkt noch sehr weit weg war. Also eigentlich sprach nach außen alles dafür, dass es das perfekte „Happy End“ war. Nur leider hat mein Herz nicht mitgespielt. Ist das nicht nervig? Ich wollte so, so sehr, dass ich mich in ihn verliebe und wir einfach glücklich zusammen sein können. Und dann kommt da dieses blöde Herz. Immer und immer wieder habe ich mir selbst die positiven Eigenschaften aufgezählt, habe versucht, zu ignorieren was mein Herz gesagt hat und zu mir selbst gesprochen, dass es mir gut tut, dass es das vernünftigste ist, dass meine Eltern ihn doch lieben. Es gab keinen Grund, warum es nicht hätte funktionieren können. Aber ein Herz kann man eben nicht einfach austricksen. Und am Ende weiß das Herz wohl manchmal am Besten, was gut für uns ist und was nicht.

Mich würde mal interessieren, ob ihr generell eher so die Kopf- oder die Herzmenschen seid? Wenn ihr Entscheidungen trefft, trefft ihr sie aus dem Kopf heraus, denkt lange drüber nach und entscheidet am Ende danach, was am vernünftigsten ist oder folgt ihr eurem Herzen? Ihr könnt ja mal auf Instagram abstimmen, ich bin gespannt. 🙂 (@manniblogs)

Eine Kollegin hat mal zu mir gesagt, dass man sein Herz schon etwas beeinflussen kann. Ich fand es so inspirierend und irgendwie einleuchtend. Sie hat nämlich gesagt, dass es etwas mit dem Selbstwert zu tun hat. Unterbewusst suchen wir uns immer die Menschen aus, von denen wir glauben, dass wir sie verdient haben. Haben wir also ein geringen Selbstwert, „suchen“ wir uns automatisch den Partner aus, der uns eventuell nicht so behandelt, wie wir es eigentlich verdient hätten. Haben wir ein ausreichendes Selbstwertgefühl (wie es hoffentlich bei den meisten von euch der Fall ist!), geben wir uns auch eher mit Menschen ab, die uns guttun. Im Umkehrschluss bedeutet das doch, dass wenn wir an unserem Selbstwertgefühl arbeiten, wir auch ausgewählter mit unserem Umfeld umgehen. Jeder sollte sich nur mit Menschen umgeben, die einem guttun und für die man selbst und seine Gefühle wichtig sind. So wie auch wir jedem mit dem nötigen Respekt und liebevollen Umgang entgegengehen.

ONS – anOther Night Stand

Habt ihr schon mal einen One Night Stand gehabt? Ich muss gestehen, eigentlich bin ich nicht sonderlich prädestiniert, diesen Beitrag zu schreiben, denn einen klassischen „ONS“ hatte ich einfach noch nicht. Aber ich möchte euch heute eine Story erzählen, die einem Bekannten von mir passiert ist. Ich erzähle ja immer nur von meinen Geschichten und meiner Sicht, aber als ich die Geschichte gehört habe, wollte ich sie unbedingt mit euch teilen.

Mein Bekannter ist jedenfalls auch auf den allbekannten Datingplattformen unterwegs und hat dort ab und zu mal Treffen. Manchmal erzählt er von der ein oder anderen Frau, die er gedatet und am selben Tag mit nach Hause genommen hat. Wenn ich dann beim nächsten Mal nach ihr frage, ist sie schon längst nicht mehr aktuell. Und jedes Mal bin ich überrascht, wie schnelllebig das selbst dann ist, wenn man so weit geht, dass man im Bett landet. Sind denn so einmalige Geschichten wirklich gut? Sind sie körperlich denn befriedigend oder steht das „befriedigend“ hier für die Schulnote 3 und sie sind halt grade mal so in Ordnung? Keiner freut sich über eine 3 in der Schule (außer in Mathe, haha), oder? Machen One Night Stands die Seele heile und das Herz glücklich? Ich kann es mir einfach nicht vorstellen. Bei unverbindlichen, aber längeren Vereinbarungen ist es wenigstens so, dass man anfängt, sich zu kennen. Man weiß, was der andere mag, oder auch nicht mag und man findet seinen Rhythmus. Aber was tun, wenn du stattdessen beim ersten Mal merkst, dass es einfach nicht passt? Dass ihr irgendwie außerrhythmisch aneinander klatscht, der eine zu doll schwitzt oder komisch küsst? Dann war es irgendwie umsonst oder? Und dann kann man nicht mal miteinander reden, um beim nächsten Mal daran zu arbeiten. Was für eine verschwendete Zeit.

Okay, ich bin ein kleines bisschen von der Geschichte abgekommen. Mein Bekannter (nennen wir ihn doch einfach B. für Bekannter) hat also eine Frau kennengelernt, die nur für ein paar Wochen in der Stadt war. Für ihn ja kein Problem; er schließt zwar nichts Ernstes aus, aber gibt sich auch nicht sonderlich die Mühe, viel in die Bekanntschaften reinzustecken. Zumindest, was Energie und Zeit angeht. 😉 Dieses Mädchen war geschäftlich in der Stadt und kam daher in einem Hotel unter. Sie hatten schon länger geplant, sich zu treffen, aber irgendwas kam immer dazwischen. Eines Samstagabends hatte B. einen Freund zu Besuch und sie hatten einen entspannten Abend mit ein paar Drinks. Es wurde etwas später, weshalb er auch noch den Anruf von seiner neusten Bekanntschaft annehmen konnte, der gegen 1 Uhr kam. Sie war wohl auch etwas beschwipst, denn sie kam grade, wie sie selbst erzählte, von einem Date. Und nun der Knaller: Sie bat ihn vorbeizukommen, weil das Date sie irgendwie nicht zufriedengestellt hatte. Er fragte, warum es nicht gut gelaufen sei und ob der Kerl nicht nett war und sie antwortete, dass ihr Date einen Kumpel mitgebracht hatte. B. wollte verwundert Genaueres wissen und sie berichtete unverfroren, dass sie und die zwei Männer einen Dreier hatten, sie aber dennoch nicht befriedigt war und bat ihn erneut, vorbeizukommen.

Die Punkte sind dafür gedacht, das erstmal sacken zu lassen. Denn das musste ich auch tun, als ich das hörte. Ich war sprachlos und schockiert. Ich meine, klar, jedem das seine und vor Allem nichts gegen unbedeutenden Sex oder lockere Geschichten. Und eigentlich versuche ich auch immer, Leute nicht zu verurteilen. Aber hat sie wirklich gedacht, dass es mit einem weiteren Mann in der gleichen Nacht getan wäre? Möglicherweise ist es etwas ganz anderes, dass sie sucht und braucht um diese Befriedigung, die sie offensichtlich gesucht hat, zu finden. Ich kann mir vorstellen, dass One Night Stands generell oftmals nur als Kompensation für ein ganz anderes Bedürfnis stehen. Was meint ihr dazu?

Daher möchte ich euch eigentlich nur mit auf den Weg zu geben, euch erstmal klarzumachen, was ihr wirklich braucht und möchtet. Das versuche auch ich eigentlich immer zu tun. Bevor wir uns auf zahlreiche, unbedeutende Geschichten einlassen und andere Personen in eine Situation mit hereinziehen, die gar nichts damit zu tun haben, sollten wir erst einmal sicher sein, ob das wirklich das ist, was wir wollen. Verseuchen wir vielleicht eigentlich nur, unser Selbstwertgefühl zu stärken, jemanden zu vergessen oder uns Zuneigung zu holen, obwohl wir eigentlich erstmal lernen sollten uns selbst zu lieben? Auch unzählige One-Night-Stands können nicht kompensieren oder lösen, was wir eigentlich mit uns selbst ausmachen sollten.

SAY CHEESE

Heute bin ich sehr gespannt auf euer Feedback und hoffe auf eure Meinung. Lasst doch gerne nach dem Lesen meines Beitrags ein paar Kommentare hier oder auf meinem Instagramprofil (manniblogs). Ich freue mich immer total, eure Meinungen zu lesen.

Es geht um die Bilder, die wir auf unseren Datingprofilen auswählen. Findet ihr es wichtig, was für Fotos ein Mann auf seiner oder eine Frau auf ihrer Seite ausgewählt hat? Spielt es eine Rolle, ob er auf dem Bild lächelt, oder, dass sie etwas Figurbetontes trägt? Am meisten wundere ich mich jedes Mal aufs Neue über die Männer, die als Anzeigebild ein Foto auswählen, das sie mit einer anderen Frau zeigt. Nicht, dass ich überdurchschnittlich eifersüchtig bin, aber warum sollte man, bei dem Versuch eine neue Frau kennenzulernen ein Bild hochladen, dass einen selbst mit einer anderen Frau zeigt? Das will mir nicht in den Kopf gehen.

Ich würde mir auch gerne mal ein Männerprofil einrichten, um zu schauen was Frauen so für Bilder auswählen. Daher hoffe ich, dass hier dieses Mal auch ein paar Males sind und ihre Meinung dalassen. Was für Bilder erwartet ihr bei einer Frau und bei welcher Pose wird besonders gerne nach rechts gewischt? Und findet ihr es nicht komisch, wenn ein anderer Mann auf dem Bild ist? Ich meine, was möchte man damit ausdrücken?! Dass man furchtbar beliebt bei dem anderen Geschlecht ist? Oder möchte man direkt sicherstellen, dass der oder die „Vielleicht-Zukünftige“ damit klarkommt, dass man viele männliche oder weibliche Freunde hat? Oder findet man wirklich nur, dass man auf dem Bild besonders gut aussieht und eigentlich denkt man sich gar nichts dabei?

Dagegen finde ich die Beschwerde über Reisebilder, die ich oft in Profilbeschreibungen lese, irgendwie unnötig. Wisst ihr, was ich meine? Manchmal lese ich so etwas wie: „Ja und wenn du ein Bild hast, bei dem du mit einem Tiger zu sehen bist, dann kannst du dich toll fühlen, aber es macht dich auch nicht cooler!“ oder Ähnliches. Also ich finde schon, dass es die Person cooler macht, haha. Ich finde, es sagt mehr über jemanden aus, als ein nackter Oberkörper oder eine Zigarette in dem Mund. Es sagt aus, dass man gerne reist, offen ist, neue Kulturen kennenzulernen und mutig ist. Ich finde es toll, Reisebilder in Profilen sehen, das zeigt doch, was die Person schon so erlebt hat und es gehört eben zu dem Menschen dazu. Die Aussage in der Beschreibung spricht für mich da eher für Neid. Was sagt ihr dazu?

Am Ende sind doch die Bilder am besten, die deine Persönlichkeit am Besten widerspiegeln. Daher mag ich persönlich gerne Bilder, die fröhlich sind und zeigen, dass die Person auch über sich selbst lachen kann. Nun erzählt mal, was für Bilder lassen euch auf Online-DaTing-Portalen am ehesten nach rechts wischen?

Die erste große Liebe vergisst man nie

People, es tut mir so leid! Ich habe eine ganze „Geburtstagswoche“ hinter mir und bin einfach nicht dazu gekommen, einen neuen Beitrag zu schreiben. Als ich dann meine Eltern besucht habe und wir in alten Kartons rumgekramt und in Erinnerungen geschwelgt haben, fand ich eine Box mit alten Briefen. Vielleicht habt ihr es auch bereits auf meinem Instagram-Kanal gesehen, da habe ich nämlich eine kleine Umfrage bezüglich dieser Thematik gestartet (Falls nicht, findet ihr die Posts in den gespeicherten Stories).

Oh man, ich fand es so schön, die alten Briefe und Gedanken zu lesen. Ich habe auch viele kleine Bücher gefunden, die ich damals mit meinen Freundinnen mit unseren Gedanken vollgeschrieben habe. Das ging den ganzen Tag hin und her mit: „Hast du heute schon L. gesehen? Hat er dir „Hallo“ gesagt?“ – „Ja, ich habe ihn gesehen, aber er hat mich nicht beachtet, nächstes mal ignoriere ich ihn auch!“ Einfach nur zuckersüß. Und alles irgendwie so unschuldig. Ich will auch nicht immer in diesen „Früher war alles besser“-Mist verfallen, aber als ich diese Briefe so las, in denen man sich wirklich Dinge geschrieben hat wie: „Heute habe ich ganz viel an dich gedacht. Magst du eigentlich Herrn Meyer vom Deutsch-Unterricht? Ich irgendwie nicht. Ich liebe dich (mehr als du mich). Rauchst du eigentlich? ….“ wurde ich doch ein wenig melancholisch bei dem Gedanken, dass es heute so etwas sicherlich nicht mehr gibt, weil man mit 7 sein erstes, Whatsapp-taugliches Handy bekommt.

Auf jeden Fall gibt es nun als Entschuldigung für die lange Pause die Story über meine erste, große Liebe (von der ich by the way 42 Briefe auf insgesamt 83 Seiten bekommen habe). Das Lustige war, wir waren irgendwie gezwungen, Briefe zu schreiben, weil er ein Jahr jünger war als ich und ich mich irgendwie geschämt habe, dass wir uns mochten. Er war auch eine Stufe unter mir und irgendwie war das in dem Alter noch wichtig. Ich war 13 und er war 12 Jahre alt – wow, ist das schon lange her! Und wisst ihr was? Ich weiß leider überhaupt nicht mehr, wie es zu dem allerersten Kontakt kam. Ich war auf jeden Fall super „uncool“ in der Schule (zu mindest war das damals die Ansicht der Schüler), war im Werkunterricht und bei den Pfadfindern. Und irgendwas hatte ich getan, dass (wir nennen ihn mal L. für Liebe 😉 ) L. sich bei mir bedanken wollte. Natürlich hatte ich das nur über Dritte erfahren, denn irgendwie redete man in dem Alter ja noch nicht miteinander, wenn man sich mochte. Bestimmt ist das heutzutage anders, das kann ich schwer einschätzen.

Also sagte mir eine Freundin, dass L. sich bei mir bedanken will und mir etwas geben möchte und ich ließ über sie ausrichten, dass wir das an einem versteckten Ort machen müssten, damit uns keiner sieht. Und so begann der Briefkontakt, obwohl man sich auch jeden Tag sah. Wir haben uns also versteckt an dem Treffpunkt der Pfadfinder getroffen und er überreichte mir diese gigantische Packung Merci, die es heute auch noch gibt und einen Brief. Ich weiß noch, dass ich so unglaublich schüchtern war und ihn nicht mal angucken konnte. Also nahm ich beides entgegen und lief schnell wieder weg.

Natürlich antwortete ich auf den Brief und unser Kontakt startete. Es war immer so aufregend, diese heimlichen „Brief-Übergaben“, als würden wir etwas total Illegales tun. Ich hatte ihm wirklich verboten, mich sonst anzusprechen, haha! Heute wünsche ich mir diese süßen, unwichtigen Probleme wie Alter oder in welche Klasse man geht zurück! Unsere Briefe bestanden anfangs aus ganz unwichtigen Details, wie welche Lehrer wir mochten, welchen Mitschüler wir nicht ausstehen konnten, was unser Lieblingsgericht war, etc. Irgendwann kam es zum ersten richtigen Treffen, dass, wie sollte es auch anders sein, natürlich heimlich im Wald stattfand. Dazu muss ich sagen, dass ich auf ein Internat ging, dass mitten im Wald lag. Es gab dort ein Baumhaus, dass die Pfadfinder gebaut hatten und das sollte unser Stamm-Treffpunkt werden. Es war so süß, L. hat immer die Bank mit einem Taschentuch für mich geputzt und um ihn zu ärgern, habe ich mich dann trotzdem immer auf die schmutzige Stelle gesetzt.

Unser erster gemeinsamer, aber auch generell erster Kuss war seeeehr viel später auf einem Pfadfinderausflug, nachdem ich ihn überredet hatte, auch einzutreten. Wir schrieben immer noch viele Briefe, obwohl es eher so verschriftlichte Chats waren, wenn man das so sagen kann. Es wurde ein Papier immer wieder mit Fragen und Antworten beschrieben. Aus „HDL“ war inzwischen „HDGGGGDL“ geworden und alles, was bisher geschehen war, war ein ziemlich aufwendig geplanter Kuss auf die Wange. Doch nun sollte der erste Kuss auf den Mund geschehen und ich war so unglaublich schüchtern und nervös. Ich habe mich in einen Raum auf einen Stuhl gesetzt, wollte, dass er reinkommt, mich küsst und sofort wieder geht. Er sollte nicht sehen, wie ich rot werde. Ich meine, ist das nicht einfach Zucker? Oder weird. Möglicherweise beides (haha).

Naja, genauso wie es geplant war, ist es auch gekommen, aber es sollte nicht unser letzter Kuss bleiben. Wir erlebten noch einige erste Male miteinander. Das erste Mal beieinander schlafen, der erste Zungenkuss, das erste „Ich liebe dich“ und sicherlich auch die ganzen ersten Male, die euch grade so einfallen. 😉 Und natürlich auch der erste Streit als Paar. Wir erlebten ungefähr drei gemeinsame Jahre zusammen; voller Tiefs und Hochs, voller erster Male, voller Lachen und Tränen.

Es war eine unvergessliche Zeit und daher bin ich auch der festen Überzeugung, dass das, was man so oft einfach so daher sagt, seine Richtigkeit hat. Seine erste, große Liebe vergisst man nie. Und sollte man auch nicht! Sie ist unschuldig, frei von all den Sorgen, die man sich jetzt so macht, nachdem man eventuell schonmal schlechte Erfahrungen gemacht hat. Sie ist ohne Hintergedanken, ohne Spielchen, kein Fake. Sie ist einfach echt und pur. Daher behaltet sie immer in Erinnerung, vergesst nie, wie es sich angefühlt hat, das erste Mal dieses komische Kribbeln im Bauch zu spüren und versucht, jede neue Bekanntschaft auch mit dieser Unschuld zu betrachten. Gebt jeder Person die Chance, ohne Vorurteile in euer Leben zu treten und legt nicht vorab fest, dass es nur etwas Lockeres oder unbedingt etwas Festes werden soll. Lebt einfach euer Leben ohne Hintergedanken oder Erwartungen, so wie bei eurer ersten Liebe. Und schreibt Briefe! Sie sind so viel wertvoller als Emojis!

Let me be your next mistake

Kennt ihr die Leute, die den Spruch „Let me be your next mistake“ im Status haben? Ich sehe den so oft bei Männern im Online-Datingprofil und frage mich jedes Mal, was die Person mir da versucht über sich mitzuteilen.

Sollte ich lieber die Finger von dir lassen, weil ich es später bereuen werde, etwas mit dir angefangen zu haben? Willst du dich nur interessant oder unnahbar machen? Ist es nun wirklich ein Fehler, Kontakt mit dir aufzunehmen oder willst du einfach nur lustig sein?

Ich habe grade einer Freundin die gleiche Frage gestellt, weil ich meine Gedanken mit ihr teilen wollte. Ihre Antwort war genau die, die natürlich auch mir zuerst in den Kopf schoss: „Weil er ein Arschloch ist und sich so geil fühlt, dass er es nicht für nötig hält, sich positiv anpreisen zu müssen. Er denkt sowieso, dass er alle haben kann.“ Klar, das ist unser erster Gedanke, wenn wir den Status lesen, aber ist das wirklich auch das, was die Person hinter dem Profil gedacht hat?

Habt ihr schonmal ein Date oder ein Treffen so richtig bereut? Ich finde, das sollte man nicht. Nicht umsonst gibt es das Sprichwort „Am Ende bereut man nur die Dinge, die man nicht getan hat.“ Es gibt so unglaublich viele Sprichwörter, aber dieses ist wirklich eins, dass ich mir immer wieder sage. Ich stand so oft vor der Frage, ob ich mich wirklich mit dem Match treffen möchte, obwohl er mich nicht vollkommen überzeugte, aber immer wieder habe ich mich mit diesem Satz motiviert. Und wisst ihr was? Ich habe keins meiner Dates bereut, auch wenn ich bisher noch keinen Lebenspartner gefunden habe. Erfahrung ist doch das teuerste, dass man besitzen kann, auch wenn man nicht einen Cent dafür hergeben muss. Auch ich hatte schon furchtbare Dates, oder Beziehungen, in denen ich durch die Hölle gegangen bin. Aber ich würde keins der Treffen oder Partnerschaften in meinem Leben missen wollen. Denn nur durch die Erfahrungen, die wir machen, ob gute oder schlechte, werden wir, wer wir sind. Wir werden stärker, weiser und wir lernen uns selbst besser kennen. Mit jeder Erkenntnis stellen wir fest, wann und wo wir richtig reagiert haben und lernen, was wir eventuell beim nächsten Mal besser machen können. Ob es ein Date ist, das unbedingt das eine will und wir noch nicht bereit sind und lernen, „Nein“ zu sagen oder ob es ein Streit mit dem Partner ist, bei dem wir merken, dass wir verständnisvoll reagiert haben. Jede Erfahrung ist eine Bereicherung und sollte niemals als Fehler betitelt werden. Und Erfahrungen gehören zum Leben dazu.

Die Frage ist natürlich, ob wir aus unseren Erfahrungen lernen. In einer Situation, in der sich bereits jemand als dein „next Mistake“ ankündigt, sollten wir vielleicht einfach mal nicht das wählen, was wir „nicht haben können“, auch wenn es noch so interessant ist. Dazu neigen wir ja immer wieder.

Ansonsten hoffe ich, dass ihr für jede noch so nervige, blöde Situation in irgendeiner Weise dankbar sein könnt und gestärkt und voller Freude in die Zukunft blickt. Das versuche auch ich nach jeder Niederlage. Und nach den positiven Erlebnissen sowieso.

#pictureoftheday

Ihr Lieben, heute ist wieder Storytime. Ich versuche immer abwechselnd Geschichten aus meinem Leben zu erzählen und in den kursiv geschriebenen Blogbeiträgen meine Gedanken dazu mit euch zu teilen. Ist euch das schon aufgefallen? Das heißt, wenn ihr nur an den Storys interessiert seid, einfach zu den normal geschriebenen Posts weiterscrollen.

Wie macht ihr das eigentlich, wenn ihr euch mal wieder aufgerafft habt, ein bisschen nach links und rechts zu swipen und dann ein Match habt? Schreibt ihr lange hin und her oder trefft ihr euch lieber direkt? Ich habe ehrlich gesagt für mich festgestellt, dass es besser ist, sich direkt zu treffen, wenn der erste Kontakt stimmt. Klar, kann auch das schiefgehen, aber ich finde beim langen Schreiben „findet“ man dann doch immer irgendetwas, dass einem nicht passt. Geht euch das auch so, dass ihr dann Leute „aussortiert“, weil sie bestimmte Eigenschaften haben, die aber Freunde oder ehemalige Partner auch hatten/nicht hatten, aber die Person hat man eben auf einem anderen Weg kennengelernt? Dass man zum Beispiel jemanden nach links swiped, weil er keinen tollen, anerkannten Beruf hat. Aber dann stellst du fest, dass alle deine Ex-Freunde auch nicht jahrelang studiert haben und keine Ärzte oder Anwälte sind. Trotzdem hast du ihnen eine Chance gegeben und sie haben dich glücklich gemacht, weil das eben nicht die erste Frage war, die aufkam. Sondern es ging dabei um den Charakter, um den ersten Eindruck, um die Ausstrahlung. Daher bin ich auf jeden Fall Team „Direkt-Treffen“, um einerseits diese Vorurteile gar nicht aufkommen zu lassen und zweitens auch um keine Zeit mit Schreiben zu verschwenden, wenn es dann doch zu nichts führt.

Viel zu lange geschrieben habe ich mit dem letzten Typen, den ich gedatet habe. Wir haben uns auch einfach super verstanden, das Schreiben war direkt easy. Das ist ja auch nicht immer so der Fall. Eigentlich war alles top, allerdings hat er immer das Treffen hinausgezögert.

Das war extrem verwunderlich, denn eigentlich hat ja alles gestimmt. Wir hatten schon uns eins, zwei Mal ein Datum überlegt, aber irgendwie hat es dann doch nie geklappt. Das Ganze fand vor dem bösen C. statt, oder zu mindest, als das alles noch nicht so ausgeartet war, daher war unser erstes Date dann relativ spontan. Wir waren beide mit Freunden unterwegs und stellten fest, dass wir in zwei Bars waren, die nebeneinander lagen. Also rief ich ihn an und fragte, ob er nicht rüberkommen wolle und er stimmte zu. Nur kam er nicht. Den ganzen Abend nicht. Da fragt man sich doch wirklich, was in so einem Kopf vor sich geht oder? Ich war dann auch wirklich irgendwann sauer und meinte, dass wir es einfach lassen sollten, wenn er doch eigentlich gar nicht wolle. Aber er ließ nicht locker und ich stimmte einem Treffen schlußendlich doch zu. Wir waren beide angetrunken und er bettelte, dass ich doch zu ihm kommen sollte. Leute, ich habe echt nicht viele Regeln, aber die eine zählt immer: DAS ERSTE DATE FINDET NIE ZU HAUSE STATT!

Ich blieb standhaft und wir einigten uns, spazieren zu gehen. Mitten in der Nacht, haha. Ich fuhr mit dem Fahrrad ans Wasser und wir trafen uns dort. Aber als ich ihn sah, wusste ich direkt (mal wieder, wie ihr wisst, falls ihr meine anderen Storys schon gelesen habt), dass es nicht passt. Wir setzten uns auf die Bank und schnackten ein wenig, bevor er seinen ersten Annäherungsversuch startete. Ich blockte ihn ab und er sagte wirklich: „och bitte“. Wow, wow, wow! Die kommenden 20 Minuten versuchte er immer wieder, seinen Arm um mich zu legen, oder mich zu küssen, aber ich ließ mich nicht darauf ein und erklärte ihm ehrlich, dass ich mir nichts mit ihm vorstellen könne. Vielleicht war es das Hin und Her bezüglich der Treffen oder vielleicht passte es einfach nicht, das konnte ich nicht sagen. Er akzeptierte (dachte ich), wir gingen zum Fahrrad und verabschiedeten uns. Ich entschuldigte mich nochmal, dass ich seine Erwartungen nicht erfüllen konnte und fuhr los.

Als ich zu Hause ankam, ging ich direkt schlafen und schrieb ihm nochmal, dass ich gut nach Hause gekommen bin, weil er mich darum gebeten hatte. Ich ging direkt schlafen und wachte am nächsten morgen zu Folgendem auf: Einem Dickpic mit den Worten: „Das verpasst du grade.“

Fällt euch noch etwas dazu ein? Mir nicht.

Wer mag schon Geister?

Gestern habe ich einen Artikel gelesen, bei dem es um Ghosting ging. Als ich danach so darüber nachgedacht habe, fand ich, dass ich das doch direkt mal mit euch teilen kann.

Es passt ja schließlich auch zu meinem vorherigen Beitrag, bei dem meine Freundin einfach so von einem Typen „geghostet“ wurde. Schon lustig, dass das inzwischen ein richtiges Verb geworden ist, oder? Oder halt einfach traurig.

Jedenfalls ging es in dem Artikel um die Ursachen, die das Ghosting begründen und um Tipps, wie man es vielleicht verhindern kann. Aber wenn wir mal ehrlich sind, kennen wir alle die Gründe dafür, dass ein Typ oder ein Mädchen uns von jetzt auf gleich ignoriert, oder?
Die simpelste Antwort ist hier wohl die, die ein Filmtitel doch super beschreibt: Er (sie) steht einfach nicht auf dich! (Falls ihr den Film noch nicht kennt, ein unbedingtes MUSS!) Weder hat dein Date das Handy verloren, noch ist das Ladegerät defekt oder wie der besagte Artikel so schön beschreibt: nein, dein Schwarm liebt dich auch nicht so sehr, dass er einfach nicht damit umgehen kann!

Habt ihr früher auch immer ganz gespannt die Bravo-Artikel verfolgt? Auf die verzweifelten Fragen, warum er nicht zurückschreibt, gab es immer eine Antwort, die einem Hoffnungen machen sollte. Es ist bestimmt auch für die Situation gut, ein positives Gefühl zu bekommen. Aber langfristig ist es wenig sinnvoll, sich weiterhin einzureden, dass es noch etwas werden könnte. Man kann nicht damit abschließen, denkt pausenlos darüber nach, was man gemacht haben könnte, dass es nicht geklappt hat (dabei war es ja wahrscheinlich gar nicht deine Schuld!) oder was man tun könnte, um die Person dazu zu bringen, einen doch noch toll zu finden. Aber bringt das etwas? Alles, was du bisher geschrieben hast, warst halt einfach du und das ist auch gut so! Und bei Allem, was du von nun an schreiben oder sagen würdest, würdest du ganz genau überdenken und schauen, ob er/sie das wohl mögen würde. Und dann wärst du einfach nicht du selbst. Was bringt das, wenn du dir doch etwas Langfristiges wünschst? Daher gibt es auch keine Tipps, wie man verhindern könnte, dass man geghostet wird. Sollte es nicht eher Tipps für diejenigen geben, die andere ghosten?

Deshalb auch ein Appell an alle Mädels und Jungs hier: Wenn eine Freundin oder ein Freund von euch traurig ist, weil der Schwarm sich nicht meldet oder nur antwortet, aber weder Interesse zeigt, noch aktiv Fragen stellt, dann versucht nicht irgendwelche Thesen aufzustellen, wie man ihn oder sie noch dazu bringen könnte.

Versuche ihr oder ihm lieber klarzumachen, dass es sich nicht lohnt, auf die Person zu warten oder noch mehr Energie in diese „Beziehung“ zu stecken. Sie/er ist definitiv besser als das und hat ehrliches und aufrichtiges Verhalten verdient. Nehmt alles aus der Situation mit, was sie euch bietet; Lernt daraus, dass ihr jemanden niemals so zappeln lassen würdet. Seid ehrlich und sprecht klar über eure Gefühle. Dann könnt ihr wenigstens sagen, dass ihr alle Karten offengelegt habt und seid euch und eurem Schwarm nichts schuldig.

Und ganz klar: Versteht mich nicht falsch, es gibt immer Situationen, in denen es sich lohnt zu kämpfen! Aber wenn es soweit ist, dann werdet ihr es schon wissen.

Match me if you can

Heute ist mein Blog eine Woche alt. Ich bin so dankbar für euren Support und euer Feedback.

Vor ein paar Tagen habe ich mit einer Freundin geredet, die aufgrund eines Dates etwas Kummer hatte und als ich ihre Geschichte hörte, bat ich sie um die Erlaubnis, sie mit euch zu teilen. Wir hatten ja schon die Themen Ehrlichkeit und Kommunikation in der letzten Zeit, heute soll es um die Thematik Respekt gehen. Wisst ihr, was lustig ist? Ich schaue grade zum zweiten Mal die Serie „Friends“, ich bin sicher, ihr kennt sie alle. Wusstet ihr, dass die Folgen von 1994 bis 2004 gedreht worden sind? Die Themen waren einfach vor rund 20 Jahren genau dieselben wie heutzutage, nur finde ich irgendwie, dass sie mit viel mehr Respekt und Vorsicht behandelt wurden. Auch ich bin ein Fan von Serien wie „Two and a half Men“ oder „How I Met your Mother“, aber während Angelegenheiten wie Fremdgehen oder lockere Geschichten in alten Serien eher umschrieben, oder als totales No Go dargestellt wurden, kriegt man doch in den neuen Formaten ein anderes Bild vermittelt, oder? Charly verkörpert doch ein Männerbild, das jeder Mann irgendwie cool findet. Und mal ehrlich, wusstet ihr, dass man das Playbook von Barney Stinson wirklich kaufen kann? Da stehen Figuren wie Alan Harper oder die Nerds aus „The Big Bang Theory“ doch eher uncool dar – welcher Mann möchte da schon so sein, wie die? Aber wenn man es mal von einer anderen Seite betrachtet, werden die Frauen dort wirklich nicht respektvoll behandelt und es wird ein völlig falsches Bild vermittelt.

Aber zurück zur Geschichte: Meine Freundin lernte über eine Datingplattform einen Mann kennen, mit dem es schnell ziemlich intensiv wurde. Sie schrieben viel, er war total ihr Typ und schnell fingen sie an zu flirten. Leider trennten sie rund 50 km, daher konnte es nicht so schnell zu einem Treffen kommen Deshalb entschieden sie, zu telefonieren. Das Telefonat lief super und sie wiederholten es, wann immer Zeit war. Klingt alles toll, oder? Sie zeigte mir auch ein Bild von ihm und er sah wirklich super aus! Eigentlich zu gut, um wahr zu sein.

Als die Sehnsucht zu groß wurde, schlug meine Freundin ihm vor, doch mal zu FaceTimen. Nachdem er sich etwas dagegen sträubte, ließ er sich nach einer Weile doch darauf ein und sie verabredeten sich zu einem Videochat. Der erste Chat verlief bei dunklem Licht, bei dem nicht sehr viel zu erkennen war. Meine Freundin wurde schon etwas skeptisch, weil er doch nicht ganz so aussah, wie auf den Bildern in seinem Profil. Als sie ihn darauf ansprach, wurde er verlegen und entschuldigte sich mehrfach. Er schäme sich einfach, sich beim Online-Dating zu zeigen und daher habe er Bilder von jemandem genommen, der ihm ähnlich sieht. Wow, oder?

Sie war kurz verwirrt und etwas säuerlich, aber er konnte sie schnell besänftigen, schließlich sah er ja nicht schlecht aus und wird schon seine Gründe gehabt haben, warum er sich im Internet nicht zeigen will. Er sei ein ziemlich erfolgreicher Businessmann und könne es sich nicht leisten, dass eine seiner Kundinnen ihn dort sieht. Die beiden verstanden sich wirklich super, sie sprachen regelmäßig, mal nur telefonisch, mal mit Video. Es wurde immer emotionaler und sie gaben sich Kosenamen, er nannte sie „Baby“ und es war klar, dass sie etwas füreinander empfanden. Das sagten sie sich auch gegenseitig. Ist doch alles super, sagt ihr? Das dachte ich auch.

Nur hatten sie sich ja immer noch nicht getroffen. Das sollte aber folgen. Es war ein ziemliches Hin & Her; er arbeitet sehr viel, die 50km Distanz und auch sie hat einen relativ straffen Zeitplan. Aber es sollte passieren, sie verabredeten sich. Sie sollte ihn besuchen, allerdings kann man ja zur Zeit nicht wirklich romantisch ausgehen. Essen gehen oder so. Also bestand er darauf, dass sie zu ihm in den Laden kommt. What?!

Sie machte sich also auf den Weg, fuhr den ganzen Weg zu ihm um sich mit ihm in seinem Laden zu treffen. Komisch, oder? Aber er freute sich ja so, sein Baby zu sehen. Als sie aber ankam, war relativ klar, war er von ihr wollte. Sie unterhielten sich kurz, dann zog er sie aber schnell an sich und küsste sie. Schnell wurde es leidenschaftlich und er ging ihr unters Shirt; das alles immer noch im Hinterzimmer seines Ladens. Sie fühlte sich verunsichert und dachte sich, dass das ja nun nicht sein ernst sein kann. Sie stoppte ihn und sie redeten noch eine Weile, während er immer wieder versuchte, ihr näher zu kommen.

Als sie wieder nach Hause fuhr, hatte sie ein komisches Gefühl, konnte es aber nicht benennen. Es war bisher so intensiv gewesen und sie hatten sich ja schließlich so gut verstanden, aber irgendwie war an der ganzen Situation schon etwas komisch. Nun ja, sie sollte die kommenden Tage nichts von ihm hören. Sie bekam keine Antwort, keine Entschuldigung oder Ähnliches. Erst, als sie ihm ein paar Tage später schrieb, dass sie sich große Sorgen mache, dass ihm was passiert sei, schrieb er plötzlich: „Nichts ist in Ordnung, Baby. Aber mach dir keine Sorgen.“ Danach blockte er sie überall und sie hörte nie wieder etwas von ihm.

Alles, was mir dazu einfällt ist Sprachlosigkeit. Was sagt ihr dazu? Hat er wohl eine Frau zu Hause gehabt, die seine Schweinereien herausgefunden hat und deshalb musste er meine Freundin aus seinem Leben verbannen? Konnte er sie deshalb auch nicht bei sich zu Hause treffen, sondern nur bei sich im Laden? Muss man sich heutzutage wirklich so behandeln lassen? Sicherlich ist das kein Einzelfall.

Ich wusste gestern Morgen schon, dass ich heute darüber schreiben möchte und passend zum Thema Respekt bekam ich gestern Nacht eine Nachricht von einem Kerl, mit dem ich mich damals zwei Mal getroffen habe. Ich fand ihn super, wir haben uns gut verstanden und auch geküsst. Zu mehr kam es nicht, denn auch er wurde ziemlich respektlos. Wir hatten wochenlang keinen Kontakt, aber gestern kam folgende Nachricht von ihm: „Lust auf drei Männer?“

Mehr brauche ich zum Thema Respekt wohl nicht sagen. Es ist traurig, was man sich heutzutage auf dem Weg, „den Richtigen“ zu finden alles gefallen lassen muss. Ich hoffe, ihr macht bessere Erfahrungen und behandelt die Menschen respektvoll.

Komme grade aus einer Beziehung und suche aktuell nichts Festes!

Bestimmt war jeder von euch schon mal in der Situation, das Gefühl zu haben den perfekten Mann oder die perfekte Frau kennengelernt zu haben. Man hat eine gute Zeit, verbringt tolle Dates und führt intensive Gespräche. Ihr ergänzt euch gut, habt aber genau so viele Gemeinsamkeiten. Ganz nach dem Motto „Gegensätze ziehen sich an, Gemeinsamkeiten stärken die Beziehung.“ Also eigentlich ist alles gut und dein Gefühl sagt dir, das könnte was werden.

Tja und dann? Auf einmal distanziert sich dein Gegenüber, du hörst immer seltener etwas von ihm/ihr und irgendwie scheint etwas nicht zu stimmen. Dabei war doch eigentlich alles gut?!

Meiner Meinung nach ist einer der wichtigsten Punkte beim Kennenlernen das Timing. Kommt man grade aus einer Beziehung und ist emotional noch nicht mit dem Thema durch, ist es oftmals schwierig, sich direkt auf etwas Neues einzulassen. Aber ist das dann wirklich der richtige Zeitpunkt, mit dem Daten anzufangen? Sich auf einer Plattform anzumelden ist in den heutigen Zeiten oftmals das Erste, was man nach einer Trennung macht. Warum eigentlich? Ablenkung von den Gefühlen? Bestätigung durch Andere? Sicherlich für einen selbst manchmal eine ganz gute Lösung, nur dabei gibt es ein Problem: Dass es immer zwei Personen in einer Datingphase gibt. Und klar, du kannst die zweite Person immer „warnen“ oder ihr sagen, dass du für etwas Festes nicht bereit bist oder erstmal nur „deinen Spaß haben willst“, aber würde das etwas daran ändern, sich in diese Person zu verlieben? Wohl eher kaum. Am Ende will man doch immer das, was man nicht haben kann, weil man denkt „bei mir ist es anders“, oder?

Letzten Endes ist es immer unglaublich ärgerlich. Es ist so schon schwierig, jemanden zu finden, bei dem man ein gutes Gefühl hat, bei dem alles zu stimmen scheint und wo es irgendwie passen könnte und dann stimmt das Timing nicht. Doch was hilft da? Da bleiben wohl nur Abwarten und Ehrlichkeit. Unsere Generation hat sich ziemlich an diese „Freundschaft +“-Sache gewöhnt und es wird immer mehr zur Normalität. Auch, wenn ich selbst auch schon Erfahrungen damit gemacht habe, erinnere ich mich doch gerne an die „guten, alten Zeiten“ zurück, bei denen nach einer ausgiebigen Kennlernphase und dem ersten Kuss gar nicht erst die Frage aufkam, ob man nun zusammen ist oder nicht. Es war einfach für beide Partien klar. Da erübrigte sich auch die Frage nach dem Timing, denn man traf sich nur mit jemandem, wenn man auch dafür bereit war. Findet ihr das zu kitschig oder naiv? Seid ehrlich. 😉 Könntet ihr euch heutzutage nich vorstellen, mit jemandem zusammen zu kommen, mit dem ihr noch nicht im Bett ward? Bei dem ihr noch nicht wisst, was euch erwartet? Das ist zu aktuellen Zeitpunkt doch wirklich ziemlich selten der Fall, oder?

Daher bleibt uns „nur“ die Ehrlichkeit. Ich hoffe, dass wir alle ein bisschen ehrlicher werden, lernen, offen über unsere Gefühle und Empfindungen zu sprechen und mutiger werden, Dinge anzusprechen, die uns beschäftigen oder gar belasten. Wenn du ehrlich zu der Person bist, die du kennenlernst, darfst du es auch von ihr verlangen. Dann bleibt die Hoffnung, dass er/sie das auch so sieht. Offene Kommunikation soll ja Wunder bewirken!